Renovieren? Aber natürlich!

Laut einer Studie des Ifak Instituts bevorzugen mehr als 38 Millionen Menschen schadstoffarme und naturnah hergestellte Produkte. Ein Trend, der längst auch das Wohnen erreicht hat. Naturbaustoffe stehen nicht nur bei Allergikern hoch im Kurs. 

KWG Wolfgang Gärtner GmbH

Baustoffe

Nachwachsende Rohstoffe wie Holz und Kork, energetisch günstig bilanzierende Materialien wie Lehm beispielsweise erobern Böden und Wände beim Innenausbau. Beruhigend für Modernisierer: Auch die allermeisten „klassischen“ Baustoffe – Putze, Fugenmassen, Ausbauplatten, Mineraldämmstoffe u. v .m. – erreichen Bestnoten, was Schadstoffarmut, Allergiker-Verträglichkeit, und Wohngesundheit angeht. Wer vollständig auf Nummer Gesundheit gehen möchte, achtet auf Zertifikate, wie z. B. den Blauen Engel, und / oder wendet sich gezielt den ausgewiesenen Naturbaustoffen zu. Informationen dazu im Innenteil dieses Ratgebers.

Diese „Holzwege“ gehen wir gerne!

Nachhaltige und natürliche Rohstoffe wie Holz oder Lehm verändern viele Bereiche des Modernisierens – vom Dachstuhl über den Innenausbau mit Holzausbauplatten, die Innendämmung auf Holzfaserbasis, die Innengestaltung in Form von Lehmputzen oder Paneelen an Wand und Decken. Besonders innen bewähren sich die wohngesunden, klimaregulierenden Eigenschaften von Holz. Freiliegende Balkenwerke, Ausbauplatten, Fenster und Bodenbeläge aus Holz nehmen Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und geben diese bei Bedarf wieder ab. Im Trend: die Kombination von Naturbaustoffen mit Beton, Glas und Stahl – an der Fassade, im Innenausbau und in der Möblierung. Spannende Kontraste und stilvolle Kombinationen sind vorprogrammiert.

Putze für gesundes Raumklima

Auch wer sein Haus konsequent dämmt und gegen Zugluft abdichtet, handelt ökologisch. Doch gerade bei Bauten im Bestand ist es meist nicht möglich, eine Lüftung einzubauen, die für den Abtransport der Raumfeuchte sorgt, die im neu und wirksam gedämmten Heim entsteht. Schon nach drei bis vier Stunden ist die Luft in jedem Zimmer maximal mit Wasserdampf gesättigt. Nur wer die feuchte und warme Raumluft regelmäßig gegen trockene und kühle Außenluft austauscht, hat auf Dauer ein gutes Klima in den eigenen vier Wänden. Unterstützend wirken Ausbauplatten sowie Kalk- und Lehmputze, die Feuchtigkeit aus der Raumluft „zwischenspeichern“, um sie bei größerer Trockenheit an diese wieder abzugeben.

Bereit für eine neue Wärme?

Oft liegen die Lösungen für ein gesünderes Wohnen woanders, als man denkt. Zum Beispiel unter den eigenen Füßen. Die Strahlungswärme nämlich, die eine Fußboden- und/oder Wandheizung abgibt, fühlt sich nicht nur angenehmer an als die Wärme, die von Heizkörpern an den Wänden kommt. Sie ist auch gesünder, weil sie – wie die Sonnenstrahlen – direkt auf die Körper einwirkt (Heizkörper dagegen wärmen nur die Raumluft und wirbeln dabei Staub, Kleinstlebewesen und Schadstoffe auf). Außerdem arbeitet eine Fußbodenheizung effizienter als die klassische Heizung, die Vorlauftemperaturen sinken, die Räume erwärmen sich schneller und gleichmäßiger, Wände und Böden kühlen weniger schnell ab. Hinzu kommt: Räume ohne Heizkörper wirken einfach schöner, ganz abgesehen von der Stell- und Staufläche, die Sie gewinnen, wenn Sie die Heizkörper einsparen. Übrigens: Moderne Fußboden-Heizsysteme überzeugen durch eine besonders niedrige eigene Aufbauhöhe – ideal für die Modernisierung von Altbauten!